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Erfindung verkaufen oder lizenzieren: Was bringt mehr?

Autorenbild: Christoph Appert
Christoph Appert
vor 9 Stunden
2 Min. Lesezeit

Diese Frage höre ich von Erfindern fast in jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Weil das niemandem weiterhilft, zeige ich hier, worauf es ankommt und wie Sie die richtige Entscheidung treffen.


Variante 1: Das Patent verkaufen

Beim Verkauf übertragen Sie Ihr Patent gegen einen einmaligen Betrag an ein Unternehmen.

Die Vorteile:

  • Sie erhalten sofort Geld.

  • Das Risiko liegt beim Käufer. Ob das Produkt am Markt Erfolg hat, betrifft Sie nicht mehr.

  • Die laufenden Patentgebühren und die Verteidigung gegen Nachahmer übernimmt der neue Eigentümer.

Die Nachteile:

  • Wird das Produkt ein grosser Erfolg, profitieren Sie nicht mehr davon.

  • Der Kaufpreis ist oft tiefer als erhofft, weil der Käufer das Marktrisiko einpreist.

Passt, wenn: Sie das Geld jetzt brauchen, die Patentkosten Sie belasten oder Sie sich nicht weiter um die Erfindung kümmern möchten.


Variante 2: Eine Lizenz vergeben

Bei einer Lizenz bleiben Sie Eigentümer. Ein Unternehmen erhält das Recht, Ihre Erfindung zu nutzen, und bezahlt Ihnen dafür eine Lizenzgebühr, meist einen Prozentsatz vom Umsatz.

Die Vorteile:

  • Sie verdienen laufend mit, solange sich das Produkt verkauft.

  • Sie können mehrere Lizenzen vergeben, zum Beispiel für verschiedene Länder oder Anwendungen.

  • Das Patent bleibt Ihr Vermögenswert.

Die Nachteile:

  • Ihre Einnahmen hängen davon ab, wie gut der Lizenznehmer verkauft.

  • Sie bezahlen das Patent weiter und müssen die Abrechnungen prüfen.

  • Bis nennenswertes Geld fliesst, kann es dauern.

Passt, wenn: Der Markt Wachstum verspricht, die Erfindung mehrere Anwendungen hat und Sie einen längeren Atem haben.


Der oft beste Weg liegt dazwischen

In der Praxis sind Mischformen häufig die klügste Lösung:

  • Lizenz mit Einstiegszahlung: Sie erhalten bei Vertragsabschluss einen festen Betrag und danach laufende Gebühren.

  • Mindestlizenzgebühr: Der Lizenznehmer bezahlt einen jährlichen Mindestbetrag, auch wenn er wenig verkauft. Das schützt Sie davor, dass Ihre Erfindung in einer Schublade verschwindet.

  • Lizenz mit Kaufoption: Der Partner kann das Patent später zu einem vereinbarten Preis übernehmen.


Vier Fragen für Ihre Entscheidung

  1. Brauche ich das Geld jetzt oder kann ich warten?

  2. Wie gross und wie sicher ist der Markt für meine Erfindung?

  3. Kann und will ich die Patentkosten in den nächsten Jahren tragen?

  4. Gibt es mehrere Interessenten, Länder oder Anwendungen?

Je öfter Sie «jetzt», «unsicher» und «nein» antworten, desto eher passt ein Verkauf. Je öfter «warten», «gross» und «ja», desto mehr spricht für eine Lizenz.


Das Wichtigste zum Schluss

Ob Verkauf oder Lizenz: Der Preis hängt davon ab, wie gut Ihre Erfindung geschützt ist. Ein lückenhaftes Patent verkauft sich schlecht und lässt sich kaum lizenzieren. Die Grundlage für einen guten Abschluss legen Sie deshalb schon bei der Anmeldung.

Sie überlegen, wie Sie Ihre Erfindung zu Geld machen? Im kostenlosen und vertraulichen Erstgespräch (30 Minuten) schauen wir gemeinsam, welcher Weg zu Ihnen passt: appert-consulting.com


Was würden Sie wählen, den sicheren Betrag heute oder die Chance auf mehr? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung in den Kommentaren.


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